Geschlechter-Rollenverteilung beim Immobilienkauf? Männer und Frauen ticken unterschiedlich

Geschlechter-Rollenverteilung beim Immobilienkauf? Männer und Frauen ticken unterschiedlich

Klischees über Geschlechterrollen existieren ja zuhauf: Schuhtick wird den Frauen zugeschrieben; der Voll-Fußball-Fan ist natürlich der Mann. Das Kreditunternehmen „Credit Suisse“ hat jetzt in einer Studie nachgehakt, ob denn diese Geschlechter-Klischees auch auf den Immobilienkauf zutreffen. Sie werden erstaunt sein.

Wer übernimmt in der Rollenverteilung was?

Diese (nicht repräsentative) Studie der Schweizer Bank beruht auf der Befragung von Immobilien-Maklern. Sie sollten angeben, wie sich ihrer Erfahrung nach Männer und Frauen auf der Suche nach einer Immobilie verhalten. Das Ergebnis: Die Kontaktaufnahme zum Makler erfolgt beinahe immer über die Frau und auch das letzte Wort bei der Entscheidung über den Immobilienkauf liegt oft bei ihr.

Das Finanzielle hingegen wird bei bis zu 70 Prozent der Paare gemeinsam oder vom männlichen Part verhandelt.

Wenig überraschend: Frauen urteilen der Studie nach eher intuitiv, Männer vorwiegend pragmatisch, wenn es um den Immobilienkauf geht.

In welchen Aspekten zeigen sich die Rollen-Klischees?

Frauen legen das Hauptaugenmerk demnach vor allem auf die Nachbarschaft und auf kindgerechte Umgebung. Dazu interessieren sie sich für die Ausstattung der Küche, während Männer eher die Haustechnik begutachten, sich der Bauqualität der Immobile widmen und die Parkplatz-Situation erkunden.

Das weibliche Geschlecht lässt sich bei der Entscheidungsfindung also von Emotionen leiten; bei den Männern überwiegt dann doch die Logik.

Hat dann die Dame das letzte Wort gesprochen und der Mann die finanziellen Verhandlungen zu einem zufriedenstellenden Ende geführt, ist es auch er, der in 72% der Fälle in die Gespräche mit seinem Kreditinstitut geht. Nur bei knapp über einem Viertel der Paare übernimmt das die Frau.

Wie aus Rollenverteilung eine runde Sache wird

Grundsätzlich suchen Männer und Frauen ganz unterschiedlich nach ihrer zukünftigen Immobilie, ob allein oder gemeinsam. Das lässt die Suche bei Paaren jedoch ausgeglichen sein, denn was dem einen an Intuition laut seiner Geschlechterrolle fehlt, bringt die bessere Hälfte mit und umgekehrt.

So wird der Immobilienkauf, der von allen Winkeln betrachtet wurde, abgerundet: emotional wie rational.

Was bedeutet das für Verkäufer?

Wenn Sie sich der Rollenverteilung bei Paaren bewusst sind, können Sie auf diese besser eingehen. Entwickeln Sie ein Gespür für die oft entscheidenden Kleinigkeiten. Ruft ein Interessent an, wissen Sie beim Klingeln des Telefons, dass es vermutlich eine Frau sein wird. Überlegen Sie also gleich, welche gemütlichen Vorzüge die Immobilie hat. Oder gehen Sie auf die kinderfreundliche Wohngegend ein. Ist ein männlicher Interessent in der Leitung, sprechen Sie über Fakten der Bausubstanz.

Bleiben Sie dennoch aufmerksam und drücken Sie Ihren potenziellen Käufern kein Klischee auf, wo keines ist. Ausnahmen können Ihnen jederzeit begegnen, zum Beispiel in Form eines gleichgeschlechtlichen Pärchens oder einer Frau, die überhaupt keinen Kinderwunsch hegt.

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Ihr Bernhard Merz

2018-11-16T14:21:24+00:0016. November 2018|